Elbphilharmonie –
Nicht ganz so
harmonisch.

Der kritische Blick hinter den klangvollen Schein

Viel diskutiert wurde über die Akustik der Elbphilharmonie. Meinungen, die über Entsetzen bis hin zu Begeisterung reichen, sind vertreten. Nach unserem Besuch in Hamburg sind wir der Meinung, dass die Musik in der Elbphilharmonie ganzheitlich einnehmend ist. Doch haben wir zusätzlich zur Akustik einen Blick auf die uns am nächsten liegende Disziplin geworfen – Die Gestaltung.

„Alles, was rausfällt, wenn man das Gebäude auf den Kopf stellt und schüttelt“. So erklären die jungen Designer Marcel Besau und Eva Marguerre ihre Beteiligung am Projekt. In Zusammenarbeit mit dem Architekten Daniel Schöning ist das Designbüro Besau-Marguerre verantwortlich für die Inneneinrichtung. Schönings Plan war es, die Elbphilharmonie von jungen deutschen Designern aus Hamburg, einrichten zu lassen, anstatt der Möblierung mit Klassikern. So entstand das Konzept der „Entfärbung“. Die Einrichtung soll mit zurückhaltenden Weiß- und Naturtönen sowie mit Schwarz für gestalterischen Zusammenhang sorgen, die die Architektur ergänzt.

Im Zuge unserer „in Augenscheinnahme“ ist aufgefallen, dass das an sich geschmackvolle und junge Konzept aufgeht, aber an Mancherlei gespart wurde, was uns als unruhig in Erinnerung geblieben ist. So bestehen beispielsweise viele Oberflächen mit Holzoptik aus einer Laminatverkleidung.